HOPELESS BUT NOT SERIOUS - TOTUM PRO PARTE

31|03 - 08|04|2017

Installation
 

Thomas Ehgartner (Hamburg)

Michael Petri (Leipzig)

 

mit Marco Habeck, John Mirabel, Thorsten Tenberken

Der Titel „Hopeless but not serious – Totum pro parte“ referiert auf den gemeinsamen Impetus der beiden Künstler Thomas Ehgartner und Michael Petri.
Monokulturen, okzidentale Ordnungsstrukturen,  die Hypertrophie an Informationsflüssen und ihr Potential zur Polarisierung, sowie der konservative Backlash verschränken sich hier in einer vielschichtigen Bestandsaufnahme in Methode und Versuch mit einem poetischen Ansatz dem zynischen zu entkommen.
Ergänzend zu ihren installativen und skulpturalen Arbeiten präsentieren sie Werke von Marco Habeck, John Mirabel und Thorsten Tenberken.

„Man wechselt Ideen wie Krawatten; denn jede Idee, jedes Kriterium kommt von außen, je nach den Konstellationen und Zufälligkeiten der Zeit.“ (E.M. Cioran)
 

gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg und das Bundesministerium für Kunst und Kultur Österreich

Über Michael Petri

Petris Studium in Wien, Linz und Leipzig stellte die Weichen für seine künstlerische Praxis, die als facettenreiche Annäherung an Subjekte historischer und künstlerischer Relevanz charakterisiert werden kann. Hintergrundwissen aus der Theaterwissenschaft, audiovisuellen Medien und bildender Kunst prägt sein Schaffen ebenso wie das Leben und Arbeiten in zahlreichen Ländern und macht seine Praxis zum Kulminationspunkt der Forschung assoziativer Gegenstände. Inhalte, die auf den ersten Blick oft nicht direkt in Verbindung stehend erscheinen, sieht Petri durch verschiedene Wissensfelder im Zusammenhang und implementiert diesen in einen verflochtenen Narrativ.

Obschon seine Recherche umfassend in die jeweilige Thematik eintaucht, bleiben die Arbeiten zugänglich, visuell beeindruckend und enthüllen seinen Gedankenprozess. Petri hat bereits quer durch Europa ausgestellt und dabei oft experimentelle, ortsspezifischer Arbeiten geschaffen. Das Medium seines Ausdrucks variiert, der Inhalt entscheidet, wie die Arbeit ausgeführt werden soll. Petri schreckt nicht davor zurück gleichermaßen digital wie physisch zu arbeiten und wechselt Video und Fotografie mit Skulpturen und Installationen ab.

 

Über Thomas Ehgartner

Nach der Absolvierung der Grazer Ortweinschule in der Fachrichtung Bildhauerei studierte Thomas Ehgartner an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Heimo Zobernig und bereitete mit seiner Diplomarbeit „Meaning Minus Truth Conditions #1“ die Basis für sein nachfolgendes Oevre. Die Beobachtung des Subjektes im ständig zunehmenden Datenfluss der neuen Medien sowie die Überforderung die rezipierte Information selektiv zu kommunizieren. Durch die bildhauerische Herangehensweise und einen besonderen Hang zur Materialität entstehen in Ehgartner Arbeiten oft inhaltlich Aufladungen durch bewussten Einsatz bestimmter Materialien. Durch Dekontextualisierung von Alltäglichem und Neuanordnung im Raum vor dem Hintergrund zeitgenössischer Problemstellungen vollzieht sich bei genauerer Betrachtung mancher Arbeiten oft ein Paradigmenwechsel von Materialsprache und Inhalt.

Weniger das Versprechen auf sozialpolitische Antworten als mehr der Anspruch mit künstlerischer Methodik die Welt zu dokumentieren, ist das Ziel des Künstlers.